Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor.

Verehrt, angebetet, durchgequ├Ąlt. Goethes Faust ist ein Jahrhundert ÔÇô vielleicht Jahrtausendwerk. Generationen von Bildungsb├╝rgern, die im Faust das bessere Deutschland fanden, Heerscharen von Sch├╝lern, denen mit Faust oft der letzte Rest Literaturbegeisterung ausgetrieben wurde, Soldaten die in den Stahlgewittern des 1. Weltkrieges die Frontausgabe im Tornister hatten, Bibel f├╝r Anthroposophen, Fundgrube f├╝r Bonmots und Lebensweisheiten, Steilvorlage f├╝r Theaterschaffende!

Entschlackt von allen hochbildungsb├╝rgerlichen Allegorien und Intelligenzen, ist der Faust die Schilderung einer lebensnahen Ohnmachtserfahrung mit ihren fatalen Konsequenzen: Zu tun und zu tun, und doch ist alles ohne Erfolg. Wer kann dem Teufel widerstehen?

Der Wittener Faust folgt der Vorlage in ihrer Anma├čung. Das Frederick- Ensemble Witten, das Wittener Quartiersensemble, das Wittener Gitarren- und Mandolinen Orchester und viele andere lassen im Roxi, um das Roxi und um das Roxi herum das Monumentalwerk in seinem d├╝steren Glanz erstrahlen. Gefl├╝chtete, junge Menschen ohne gerade Karriere- Vita und musikbegeisterte B├╝rger laden ein zu einem Spektakel der besonderen Art.

Eine Produktion der Projektfabrik Witten
Regie: Martin Kreidt
Mit: Frederick-Ensemble Witten, Quartiersensemble Witten, Wittener Gitarren- und Mandolinen Orchester, u.v.m

DATUM / Premiere: 01.10.2017, weitere Vorstellungen am 02.10. und 03.10.

EINLASS / 19:30 Uhr

BEGINN / 20:00 Uhr

EINTRITT┬á/ 12 ÔéČ / 6 ÔéČ erm├Ą├čigt